Textilkunde

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Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

obwohl Stoffe uns täglich umgeben, sind unsere Kenntnisse über die Herkunft der Fasern und ihre Verarbeitung meistens eher gering. Mit folgender Auflistung möchten wir Ihnen Informationen zur Geschichte und Herstellungsweise sowie eine Anleitung zur Pflege der von Ihnen erworbenen Textilien geben.

Herzlichst,

Ihr VOSSBERG-Team

Vielseitige Baumwolle

Pflegeanleitung
Baumwolle lässt sich ohne Probleme waschen. Bitte achten Sie hierfür auf die Waschinstruktion des Herstellers auf der Rückseite unseres Labels. In wenigen Ausnahmefällen wird auch chemische Reinigung empfohlen. Bitte beachten Sie, dass Baumwolle ca. 5 % einlaufen kann.

Baumwolle ist wegen ihrer soliden Qualität und dem günstigen Rohstoffpreis der am meisten verarbeitete Textilstoff der Welt. Die Baumwollfaser hat das industrielle Zeitalter in der Geschichte der Textilerzeugung eingeleitet. Aber auch die Geschichte Amerikas – man denke nur an die Sklaven auf den Baumwollfeldern – und die Geschichte Indiens sind eng mit der Baumwollproduktion verknüpft. Das Industal zählt neben Mexiko und dem peruanischen Hochland zu den Geburtsstätten der Baumwolle. Von Indien gelangte die Baumwolle an den Persischen Golf, dann nach Ägypten und in die Mittelmeerländer.

Jacquardwebung
Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie zeitaufwändig es in früheren Zeiten war, farbige, florale oder grafische Muster von Hand zu weben. Um größere Mengen produzieren zu können, bedurfte es einer Revolutionierung der Webtechnik. Den größten Fortschritt brachte die Jacquard-Webmaschine (1805). Sie arbeitet mit Lochkarten (vergleichbar mit den Rollen beim mechanischen Klavier), die den Webern die Steuerung komplexer Stoffmuster ermöglicht. Diese mechanische Webtechnik ist nach ihrem Erfinder J.M. Jacquard, einem Seidenweber aus Lyon, benannt. Eine große Anzahl unserer Produkte sind in Jacquardwebung hergestellt.

Die schweren Jacquardtextilien sollten nur mit Feinwaschmittel gewaschen werden.
Bitte beachten Sie, dass Baumwollstoffe einlaufen können. Falls Sie dies vermeiden möchten, empfiehlt sich eine chemische Reinigung.

Piquestoffe
Piqué ist ein Gewebe mit reliefartiger Oberflächenstruktur. Der französische Begriff bedeutet übersetzt so viel wie „abgesteppt“. Damit ist der Charakter dieser Stoffe sehr gut umschrieben.

Samt
Seit jeher war Samt ein Luxusstoff. In früheren Zeiten waren Paläste, Bischofssitze und Kirchen mit kostbaren Samtgeweben dekoriert. Was wäre ein Königsthron ohne rotes Samtpolster?!
Samt und Seide sind Begriffe, die nicht zufällig zusammengehören, denn Samt wurde seit dem Mittelalter aus Seide gewebt. Die Hochblüte für die Kunst des Webens von Seidensamt war die Renaissance Italiens.
Es gibt verschiedene Techniken Samt zu weben. Die bekannteste ist die sogenannte Doppelsamttechnik. Hier werden in einem Arbeitsgang zwei miteinander verbundene Gewebe produziert. Zwischen den parallel laufenden Geweben geht die Polkette von oben nach unten und verbindet die beiden Bahnen. Nach dem Webvorgang werden die Stoffbahnen aufgeschnitten, dadurch entsteht der Samtflor.
In jüngerer Zeit wird Samt vorwiegend aus Baumwolle hergestellt, wie auch unsere Decken, Kissenhüllen und Vorhang. Dieses Material ist nicht so empfindlich und lässt sich waschen. Allerdings kann der Flor des Samtes sich dadurch leicht verändern. Wenn Sie das nicht möchten, so empfehlen wir die chemische Reinigung. Bei einer Wäsche sollten Sie die Kissenhülle und den Vorhang nach links wenden. Aber auf jeden Fall sollten die Samttextilien mit einem Feinwaschmittel separat gewaschen werden.

Quilting Und Patchwork
Die Bezeichnung „Quilten“ kommt aus dem Englischen und bezeichnet eine Zierstepperei, bei der Ober- und Unterstoff und ein Füllvlies miteinander verbunden werden. Alle drei Lagen werden durchgesteppt und es entsteht eine reliefartige Ornamentik. Es gibt handgearbeitete und maschinell gefertigte Quiltdecken und -kissen. Außer diesn bieten wir auch Patchworkquilts an.

„Patchwork“ ist ein englischer Begriff und bedeutet frei übersetzt „Flickwerk“.
In der Gründerzeit Amerikas haben Farmersfrauen wärmende Quilts in Patchworktechnik hergestellt. Dabei wurden Stoffreste und auch gebrauchte Textilien verwertet. Oft sind kleine textile Kunstwerke entstanden, denen man bis heute nacheifert. Unsere Patchworkdecken und Kissen sind meist zusätzlich mit den Struktur gebenden Steppstichen, dem sogenannten Quilting geschmückt.

Stoffdruck
Viele technische Errungenschaften zeichnen die Geschichte der Textilherstellung aus. Dazu gehören auch ganz besonders die neuen Verfahren Stoffe farbig zu bedrucken.

Ursprünglich wurden farbig gemusterte Stoffe im Handstempeldruckverfahren hergestellt. Es waren Stoffe aus Indien, die sogenannten »Indiennes«, die eine wahre Modewelle im 17. Jahrhundert in Europa auslösten. Es gibt auch heute noch Handwerker in Indien, die dieses aufwendige Druckverfahren beherrschen.
Einige unserer Stoffe werden im Siebdruckverfahren bedruckt. diesem Druckverfahren werden dem Muster entsprechende Schablonen angefertigt. Die Schablone wird in ein Sieb gelegt, dann wird die Farbe dünn aufgestrichen. Das Sieb lässt die Farbe wie durch ein feines Raster auf den Stoff dringen. Dieses Verfahren wird auch z.B. im Papierdruck für Plakate angewendet.

Das modernste Verfahren ist allerdings der Rouleauxdruck. Dies ist ein Walzendruck, bei dem die Muster auf fotomechanischem Weg eingeätzt werden, pro Farbe braucht man eine Walze. Die meisten unserer bunt bedruckten Textilien sind so hergestellt, unter anderem auch die Quiltstoffe.

Leinwandbindung Und Spezielle Effekte Durch Webung
Eine andere Möglichkeit, um Farbigkeit in Stoffe zu bringen, besteht darin, mit gefärbten Garnen zu weben und durch spezielle »Bindungstechniken« Muster zu erzeugen. Man stelle sich eine vorgespannte Fadengruppe vor, die in Längsrichtung läuft, die sogenannte Kette. Mit dem quer zur Kette laufenden Schussfaden findet durch das Anheben und Absenken die Verkreuzung der beiden Fadensysteme statt. So entsteht ein Stoffgewebe.

Zahlreiche unserer gezeigten Tischdecken, Kissenhüllen, Bettwäschen und handgewebten Teppiche sind in Leinwandbindung hergestellt. Diese Webart ist sehr einfach in der Produktion, aber durch entsprechend eingefärbte Garne können vielfältige graphische Muster entstehen, wie zum Beispiel Karos und Streifen. Weitere Effekte, zum Beispiel eine ripsartige oder glänzende Oberfläche (Satinwebung), werden durch andere Bindungstechniken erzeugt.

Crash Optik
Crash – dieser Begriff steht ganz allgemein für Knitteroptik. Spezialmaschinen für „crash“ und „crinkle“ gibt es nicht. Unser Baumwollgewebe ist in Längsrichtung in Falten gelegt, anschließend in Netze verpackt und in großen Schleudern bearbeitet worden. Um dann die Knitterung haltbarer zu machen, wird es noch chemisch bearbeitet. Dennoch ist die Fixierung nicht permanent. Der Vorhang ist waschbar, die Knitterfalten bleiben aber nur erhalten, wenn der Stoff in feuchtem Zustand eingedreht und möglichst nahe einer Wärmequelle getrocknet wird.

Voile
Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet „Segel“ oder „Schleier“. Diese Begriffe weisen schon auf die Beschaffenheit des Materials hin. Es ist ein leicht transparentes Baumwollgewebe, das weich fällt und sich auch dementsprechend anfühlt.

Baumwollorgandy
Ein großes Spektrum von Verarbeitungsmöglichkeiten bietet transparentes Baumwollorgandy. Richtiger wäre es, das Material als Glasbatist zu bezeichnen. Die pergamentartige Steife wird bei der Halbgardine und dem Wimpelband durch ein Spezialverfahren erreicht. Wenn Sie diese Griffigkeit auch nach der Wäsche erhalten möchten, so müssen Sie den Stoff nur heiß bügeln.

Schmückende Elemente
Schon seit Jahrhunderten werden in fast allen Kulturkreisen Stoffe mit Zierstickerei ausgeschmückt. In unserem Angebot zeigen wir viele handgearbeitete Produkte, wie z.B. Häkelarbeiten, Applikationstechniken und Makrameeflechterei. In Handarbeit werden auch die Filzprodukte hergestellt. Bitte beachten Sie, dass nicht alle der baumwollenen Produkte waschbar sind. Dies trifft besonders auf Stoffe zu, die mit Filzapplikationen geschmückt sind. Die Tuniken bzw. Langblusen und die dazugehörigen Schals sind handbestickt.

Wärmende Wolle

Pflegeanleitung
Die feine Alpakawolldecke, die Mohairkissen, die Wollplaids und die gefilzten Textilien sind nur chemisch zu reinigen.

Unsere Wollteppiche sollten von einer Teppichwäscherei gereinigt werden.

Die Verwendung von Schafwolle ist mit der Züchtung des Wollschafes verbunden. Als der Mensch sesshaft wurde, zähmte er das Schaf und machte es zu seinem ersten Haustier. Bereits 9000 Jahre vor unserer Zeitrechnung gab es in Mesopotamien Schafherden. Man verarbeitete damals die Wollfaser zu Filzstoffen. Mit dem Spinnen und Weben begann man vor etwa 5000 Jahren. Archäologische Funde belegen, dass die Wollproduktion in weit von einander entfernten Gegenden wie Ägypten, Nordeuropa und Kleinasien florierte. Im Mittelalter war die Wollweberei in Europa der ausgedehnteste Zweig der textilen Manufaktur, streng zunftmäßig und arbeitsteilig organisiert.

Im Laufe der Jahrhunderte sind die verschiedensten Wollsorten entstanden. Ein großer Beitrag zur Geschichte der Wolle bestand in der Züchtung des Merinoschafes durch das maurische Spanien im 7. Jahrhundert nach Christi.

Wolle ist gegen Temperaturschwankungen nahezu immun. Sie kann enorme Luftmengen in ihre Faser einschließen, was zur Isolierung beiträgt. Aus diesem Grund tragen beispielsweise die Beduinen in der Wüste einen wollenen Burnes.

Bei der Herstellung von Teppichen wird Cheviotwolle verwendet. Die Faser ist nur mäßig gekräuselt und eignet sich wegen ihrer Robustheit als Bodenbelag besonders gut. Die meisten unserer Teppiche sind ähnlich den kleinasiatischen Kelims als Flachgewebe hergestellt. Die Kettfäden sind aus Baumwolle, das verwendete Material des Schussfadens ist Wolle. Anteilig wurden ca. 20% Baumwolle und 80% Wolle verarbeitet.

Alpakawolle
Gewebe aus dieser kostbaren Wolle sind besonders weich und wärmend. Sie haben einen seidigen Glanz und sind ausgesprochen leicht. Alpakawolle wird von einer Lamaart gewonnen, die im Hochland der südamerikanischen Anden lebt. Das dortige Klima bringt extreme Temperaturunterschiede mit sich, gegen die das Alpaka mit seinem dichten und widerstandsfähigen Haar bestens geschützt ist. Allerdings können die Lamas im Regelfall nur alle zwei Jahre geschoren werden – dies ist nur einer der Gründe für den hohen Preis von Alpakageweben.

Filz
Eine besondere Art der Verarbeitung von Wolle findet bei Filzstoffen statt. Hier wird die Wollfaser mittels Schub, Druck, Feuchtigkeit und Wärme (Walkprozess) so intensiv miteinander verbunden, dass ein Vlies entsteht. Es ist die älteste Herstellungsweise für Textilien, die die Menschheit kennt. Erst viel später wurden Stoffe gewebt.

Wolle Und Andere Fasern
Hier wurde das Naturprodukt mit einer Kunstfaser gemischt. Das Grundgewebe der Wollkissen und der Stoffherzen besteht aus 50% Wolle und 50% Synthetik.
Desweiteren gibt es noch einen Teppich, der sich aus einem Gemisch von 30% Wolle und 70% Jute zusammensetzt.

Synthetik

Pflegeanleitung
Die Kunstseide kann in der Waschmaschine gewaschen werden. Zum Trocknen bitte keinen Tumbler verwenden und auch nicht zu heiß bügeln.

Synthetische Fasern werden auch Chemie- oder Kunstfasern genannt. Sie wurden auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse im Bereich der Chemie von der Textilindustrie entwickelt. Die Erfindung von synthetischen Fasern war ein Meilenstein in der Geschichte der Textilverarbeitung, denn ihre Eigenschaften konnten weitgehend beeinflusst werden. Deshalb werden sie auch „Fasern nach Maß“ genannt. Sie besitzen gegenüber Naturgeweben häufig höhere Reißfestigkeit, sind lichtecht und knittern kaum.
Eine andere Kunstfaser ist die Viskose. Unser schönes Chenilleplaid ist aus diesem Material hergestellt. Chenille ist die Bezeichnung für Garne, die eine samtartige Optik und Haptik haben. Der Begriff kommt aus dem Französischem und heißt übersetzt „Raupe“.

Bambusfaser

Pflegeanleitung
Das Plaid aus Bambusfaser bedarf der chemischen Reinigung.

Eine große Zukunft im Textilbereich wird der Bambusfaser prophezeit. Der Rohstoff wird aus der Bambuspflanze gewonnen. Es gibt viele vorteilhafte Eigenschaften, die diese Faser auszeichnet. Bei unserem Plaid sind es die Weichheit und der Glanz des Gewebes.

Leinen

Pflegeanleitung
Bitte beachten Sie die Pflegesymbole des Herstellers.

Eine der ältesten Fasern, die von der Menschheit verarbeitet wird, ist Leinen, auch unter dem Namen Flachs bekannt. Das makellos weiße Leinen war schon im alten Ägypten das Symbol göttlicher Reinheit und wurde von den Priestern getragen. Auch in verschiedenen Mittelmeerkulturen hatte Leinen seinen festen Platz im religiösen Leben. Ebenfalls hohe Bedeutung hat Leinen im christlichen Kulturkreis: Der Leichnam Christi war in Leinen gehüllt.

Im Laufe der Jahrhunderte ging der Flachsanbau in den südlichen Ländern in dem Maße zurück, wie er sich in den nördlichen ausbreitete. Im 12. und 13. Jahrhundert war Deutschland führend im Flachsanbau. Leinen verarbeitete man inzwischen wegen seiner hohen Reißfestigkeit (speziell im nassen Zustand) und seiner schnellen Trocknungszeit zu vielen nützlichen Dingen. Segel, Zelte, Stricke und sogar Schriftrollen sind nur einige Beispiele.

Flachs wurde von Irland bis zum Baltikum angebaut, wobei sich Flandern (Belgien) zum Zentrum der Leinenproduktion entwickelte. Nach einem französischen Dokument aus dem 17. Jahrhundert war Leinen, ähnlich wie Seide, nicht mit Gold aufzuwiegen.

Der Anbau von Flachs und die Gewinnung der Bastfaser sind sehr arbeitsintensiv. Genügend Wasser während der 100 bis 120 Tage dauernden Wuchszeit der Pflanze ist wichtiger als Wärme. Bei der Ernte wird der Flachs mit der Wurzel ausgerauft. Die Bastfaser wird aus dem Innern des Stängels gewonnen. Sie muss geröstet bzw. gerottet, gebrochen, geschwungen, gehechelt, gebleicht und gesponnen werden. Die Garne werden im feuchten Zustand gewebt. Trotz aller technischen Erleichterungen, die das moderne Zeitalter mit sich gebracht hat, ist das Herstellen von Leinenstoffen immer noch sehr teuer.

Seide

Pflegeanleitung
Seide bitte chemisch reinigen.

Da Seide tierischen Ursprungs ist, hat das Gewebe einen hohen Eiweißanteil. Dies macht die Faser lichtempfindlich, weshalb wir die blickdichten Seidenvorhänge abgefüttert haben.

Wir empfehlen Seidenvorhänge, die nicht mit Baumwolle abgefüttert sind, nicht an Fenstern zu dekorieren, die zur Südseite liegen. Starke Sonnenbestrahlung könnte das Gewebe und die Farben beeinträchtigen.

Seide ist ein Naturprodukt: Sie wird aus dem Faden der Seidenraupe gewonnen, die sich, bevor sie sich zum Schmetterling entwickelt, in einen Kokon einspinnt.

Der Ursprung der Seide liegt in der chinesischen Provinz Shantung. Der Legende nach entdeckte Hsi-Ling-Shi, die Gemahlin eines Kaisers, das Geheimnis der Seidenraupe, als sie aus Versehen einen Kokon in ihren heißen Tee fallen ließ und einen langen, glänzenden Faden aus der Tasse fischte. Die Chinesen konnten 3000 Jahre lang das Geheimnis der Raupenzucht bewahren, bis eine chinesische Prinzessin, der Sage nach, in ihrem Kopfputz die Eier des Seidenspinners nach Indien geschmuggelt hat, um sie ihrem indischen Gemahl als Hochzeitsgeschenk zu übergeben. So konnte auch Indien Seide produzieren. Ungefähr 300 v. Chr. lernten Japaner, Perser und Araber die Seide kennen und begannen die Rohseide zu importieren und zu Stoffen zu verarbeiten. Von den Arabern wurde fortan auf der »Seidenstrasse«, einem auch heute noch recht unwegsamen und gefährlichen Weg quer durch ganz Asien, Seide gegen Gewürze, Bernstein und Weihrauch getauscht. Während der Eroberung des Mittelmeerraumes richteten die Araber staatlich kontrollierte Fabriken ein, in denen prachtvolle Seidenstoffe gewebt wurden. Seidenstoffe wurden zum höchsten Luxusgut. Dieses Flair von Luxus und Exklusivität hat sich bis zum heutigen Tag erhalten.

Batik Im Ikatverfahren/Wildseide
Muster können durch verschiedene Techniken entstehen. Ein handwerklich besonders interessantes Verfahren stellt die Abbindetechnik bei Ikatstoffen dar. Bei diesem Verfahren wird das Garnmaterial vor dem Weben nach dem Vorbild des Musters durch Abbinden reserviert, so dass an diesen Stellen keine Farbe eindringen kann. Naturgemäß entstehen dadurch leicht flirrende Übergänge. Diese sind gewollt und geben den Textilien ihr typisches Aussehen.
Sie bestehen aus Wildseide, deren Faden zwar dicker, dafür aber widerstandsfähiger ist. Wie der Name bereits nahe legt, werden die Fäden nicht vom gezüchteten Maulbeerspinner, sondern von wildlebenden Schmetterlingsarten gewonnen.

Seidentaft
Der Begriff „Taft“ ist vom italienischen „Taffetta“ abgeleitet und meint eine Gewebeart, die einen festen, leicht steifen Charakter hat. Dieses kostbare Material aus dem Faden des Maulbeerspinners wird in Leinwandbindung gewebt, wobei allerdings der Schussfaden fülliger ist, sodass eine leichte Ripsstruktur entsteht.
Seidentaft hat eine gewisse Schwere und einen schimmernden Glanz. Der changierende Effekt des Stoffes wird durch unterschiedliche Farben von Kett- und Schussfaden bei der Webung erreicht.

Jute

Pflegeanleitung
Bitte beachten Sie die Pflegesymbole des Herstellers.

Jute ist die Stängelfaser zweier ostindischer Lindengewächse. Jutegewebe sind ihrer Robustheit wegen als Verpackungsmaterial, z. B. als Transportsäcke, sehr beliebt. Die Jutetasche ist waschbar.